Wie wir arbeiten: Pädagogigsche Prämissen und Leitlinien


Pädagogik des Willkommenheißens: Wahrnehmen – Annehmen – Befähigen

Oberstes Ziel unserer Arbeit ist die Förderung unserer Schülerinnen und Schüler, so dass möglichst viele nach einer Zeit der Stabilisierung und der Schließung von Lücken im Lernstoff wieder in die Regelschule zurückgeführt werden könne.

Wir  schauen, was die Kinder mitbringen. Unser Fokus liegt darauf, was ein Kind schon gut kann. Dort starten wir, versuchen zu stabilisieren und Erfolgserlebnisse zu vermitteln, so dass sich die Kinder wieder etwas zutrauen. Dabei streben wir an die bestmöglichen Leistungen bei jedem einzelnen Lernenden zu erreichen.

Wir sprechen an unserer Schule nicht von Lernbehinderten. Wir sehen die Schülerinnen und Schüler der Wonnegauschule eher durch individuelle Besonderheiten am Lernen gehindert.

Unsere pädagogische Arbeit ist daher bedürfnisorientiert, individuell, fördernd und fordernd und  zieldifferent. Schülerinnen und Schüler werden bei uns ihren Leistungen entsprechend eingestuft, so dass einige SchülerInnen höhere Klassen besuchen, als ihrem Schulbesuchsjahr entspräche. Mit den Schülern und Schülerinnen arbeiten wir nach individuellen Förderplänen mit Tages- und Wochenplänen und führen sie so an zunehmend selbständiges Arbeiten heran.

 

Lernschritte

Schulisch orientieren wir uns an den Bildungsstandards der Regelschule. Darüber hinaus erfolgt ab Klasse 7 eine intensive Berufsorientierung.

Klassen 1 bis 4

Vermittlung von Grundlagen für den Erwerb der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen

Klassen 5 und 6

Vertiefung der Kulturtechniken, Üben von Transferleistungen, Lernen von Teamfähigkeit

Klassen 7 bis 9

Verstärkte Berufsorientierung durch Selbsterfahrung, Selbst- und Fremdeinschätzung, Stärken-Schwächen-Analyse, 10 Finger-Tastschreiben, PC-Kenntnisse

Klasse 7: Berufsorientierungscamp, Arbeitslehre Technik, Hauswirtschaft, Bewerbertraining

Klasse 8: zweiwöchiges Betriebspraktikum im Betrieb der Wahl, Praktikum im Berufsbildungswerk (BBW), Potenzial-Analyse, Projektorientiertes Werken, Handwerkstatt, Hauswirtschaftswerkstatt, Nähwerkstatt

Klasse 9: Praxistag, Vorbereitung von Übergängen durch Kooperation mit DRK, BBW, CJD und der Arbeitsagentur

 

Mögliche Inhalte im Unterricht und in Projekten

  • Vermittlung von Spielregeln des Zusammenlebens
  • Training von Umgangsformen
  • Medienkompetenz-Training, Umgang mit neuen Medien
  • Lerntraining
  • Englisch-AG und Englischunterricht (verpflichtend zur Vorbereitung des Übergangs in die Regelschule)
  • Deutsch als Zweitsprache
  • Begleitung an andere Lernorte
  • Mofa-Führerschein
  • Schulsozialarbeit und soziales Kompetenztraining
  • Regelmäßige Präsenztage des Schulpsychologen

 

Schaffung von besonderen Lernanreizen

  • Verantwortung lernen durch Mitarbeit in den  Schülerfirmen „Schülerbude“ und „Schülercafé“
  • Mitarbeit in der Holzwerkstatt „Fit for Work“
  • Vertiefung demokratischen Lernens durch die Möglichkeit zur Mitbestimmung und Mitverantwortung bei den regelmäßigen Schulversammlungen
  • Motivation durch statusorientiertes Lernen mit Anerkennungssystem für positive Leistungen und Verhalten
  • Durchführung von außerordentlichen Kunst- und Medienprojekten, Klassenfahrten und Veranstaltungen

 

Schule als Lebens- und Erfahrungsraum

Wir versuchen an unserer Schule den Grundbedürfnissen der Menschen, die hier lernen und arbeiten Rechnung zu tragen. Unsere Schule soll attraktiv sein und auch eine emotionale Heimat darstellen, wo niemand ausgelacht oder diskriminiert wird sondern respektvollen Umgang und Anerkennung der individuellen Leistungen in der Schulgemeinschaft erfährt.

Bei den regelmäßig stattfindenden Schulversammlungen werden Leistungen und besonderer Einsatz hervorgehoben. Hier wird auch aktiv Demokratie gelernt, indem Schüler in Entscheidungen eingebunden werden, die das Schulleben betreffen. Die Schülerinnen und Schüler haben ein Mitspracherecht bei der Entwicklung von Maßnahmen gegen unerwünschte aber auch eines Belohnungssystems für erwünschte Leistungen und Verhalten.

Mit einer Pädagogik des offenen Ohrs steht bei uns der Mensch im Vordergrund. Wir versuchen, jedem Kind zu geben, was es vorrangig braucht, von Hilfe bei Problemen im schulischen wie im häuslichen Bereich. Wir nehmen uns Zeit für Schüler und Eltern.

Gewinnen die Kinder Status und Anerkennung durch Leistung und positives Sozialverhalten erhöhen sich die Chancen auf ein selbstbestimmtes, selbstreguliertes und anerkanntes Leben in der Gemeinschaft.

 

Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern beginnt bei uns bereits mit den Besprechungen im Rahmen der Umschulungsgutachten. Regelmäßige Schulelternabende, Klassenelternabende, Einbindung der Eltern in die Schulversammlung sowie bei Schulfesten und vielfältige telefonische Absprachen sowie Zeit für intensive Gespräche schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens und der Zusammenarbeit zum Wohl des betreffenden Kindes.

 

Prämissen im Team

  • Die Teams arbeiten eigenverantwortlich.
  • Teammitglieder sind in ihrer Zusammenarbeit gleichberechtigt und verantwortlich.
  • Die Teams bestimmen regelmäßige Austauschzeiten und Unterstützung.
  • Die Teams gestalten Schule aktiv mit.
  • Flache Hierarchie zwischen Kollegium und Schulleitung.
  • Die Schulleitung wird regelmäßig vom Schulleitungsberatungsteam unterstützt.